Netkids Weblog











Meine Stellungsnahme zu deinem Kommentar möchte ich dir mit folgenden Ausschnitten darstellen:

„Wenn Vertreter der Netz-Generation online gehen, exponieren sie sich gewissermassen. Sie betreiben Online-Journale und geben in einer Webpage oder in einem Chatroom ihre innersten Gedanken preis, doch sie warnen einander auch vor dem Risiko, das der Austausch von Adressen und Telefonnummern mit anderen Netz-Benutzer mit sich bringt.“ (Tapscott, 1998, S. 103)

Dieser Aussage kann ich nur Zustimmen. Tapscott sagte dies bereits im Jahre 1998. Heute ist die Situation meiner Meinung nach noch die Gleiche. Ist es nicht so, dass die heutige Netz-Generation sich im Internet exponiert? Diese Situation ist nicht nur in Amerika so, sondern auch in der Schweiz. Ich nenne hier z.B. an die Webpage Schülerprofile bei welcher sich Schüler über ihre Gedanken per Chat austauschen können.

„Neugierig ist jede neue Generation […] Mit zunehmender Reife der virtuellen Realität und künstlichen Intelligenz wird diese neue Welt auch immer noch verlockender“ (Tapscott, 1998 S. 129)

Dies ist ein weiterer Auszug aus dem Buch von Tapscott. Im Internet gibt es immer mehr spannendere Sachen, welche für die neue Generation zu entdecken sind. Dies war nicht nur 1998 der Fall, sondern auch noch heute, ganze 10 Jahre später. Es werden immer mehr Themen im Internet publiziert. Heute haben die Kinder sogar schon die Möglichkeit auf Pornoseiten (gratis) zuzugreifen. Die Kinder müssen nur durch einen Klick bestätigen, dass sie bereits 18 Jahre alt sind. Siehe bsp. youporn. Sind solche Tabu-Seiten für die heutige Generation nicht verlockend zu besuchen?

Tapscott stellt auch verschiedene Szenarien der Zukunft dar. In einer meint Tapscott „[…] Junge Leute, denen das neue Medium als Methode zum Lernen und Organisieren fehlt, bleiben relativ machtlos und werden zynisch. Ihre Möglichkeiten im Erwerbsleben sind beschränkt, weil die Wirtschaft nicht wächst und die Babyboomer alle Positionen besetzt halten. Die Beziehung zwischen den Generationen ist gespannt, aber distanziert.“ (1998, S. 370)

Dieser Zukunftsaussicht kann ich zustimmen. Es ist so, dass die heutige Generation nicht mehr ohne das neue Medium auskommen kann. Die Machtlosigkeit fällt auch sehr im Erwerbsleben auf. Welche Unternehmen arbeiten heute noch ohne Computer und Internet? Ausserdem gibt es tatsächlich Spannungen zwischen den Generationen. Haben wir z.B. Geduld, unseren Eltern, welche zum Teil kein Verständnis für die neue Technik haben, das Internet zu erklären?

Lassen sich die älteren Generationen von uns gerne helfen im Bereich des Internets? Ich selbst habe einige Erfahrungen gemacht, wobei ich feststellen musste, dass dies genau nicht der Fall war. Es war dann die Distanz von welcher Tapscott sprach vorhanden.

(siehe: CiteULike)

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Die Aktion von Coop und der Kantonspolizei Waadt, bei der die Internet-Prävention auf dem Milchbeutel umgesetzt wurde finde ich eine sehr gute Idee.

Auf den Milchpackungen heisst es: „Gib im Internet weder deinen Namen noch deine Adresse an und vor allem mach nie mit jemandem ab!“

Die Tipps kommen von dem Märchen „Rotkäppchen“. Rotkäppchen muss sich vor dem bösen Wolf in Acht nehmen. So sollen sich auch die jungen Internetbenützer in Acht nehmen. Die jungen Internauten sollen nicht Opfer von Pädophilien werden, die über Chats oder Foren Kontakte suchen. (Kapo VD, 2007, unpag.) (siehe: CiteULike)

Security4Kids ist mir bereits bekannt. Es ist eine Homepage für Kinder, Eltern und das Bildungswesen.

Man findet Tipps zum Verhalten und Schutz im Internet. Zum Thema findet man für Kinder von 7-10 Jahren interaktive Geschichten. Beispiele sind:

- der unendliche Wald

- Annas neuen Freunde

Weitere Geschichten gibt es für die Kinder im Alter von 11-15 Jahren. Für diese Geschichten gibt es jeweils ein passendes Quiz.

Für Lehrpersonen gibt es eine gratis Software im Rahmen einer Bildungsinitiative. Es werden Ressourcen zur Verfügung gestellt, welche helfen, den Computer zu nutzen und sinnvoll in den Unterricht integrieren. Man findet darin Lehrgänge, Unterrichtsbeispiele und weitere Materialen zur Online-Sicherheit.(Microsoft Teachers Academy, 2008, unpag.)

Es ist möglich mit der ganzen Schulklasse an einem Wettbewerb mit zumachen. „Am 6. März 2008 findet schweizweit der Swiss Security Day statt. Mit verschiedensten Aktionen wird dabei über Sicherheitsfragen im Umgang mit PC und Internet informiert. Die Initiative security4kids beteiligt sich an diesem Tag mit dem Wettbewerb „Die beste Sicherheitsmission“.“ (www.securty4kids.ch, 2008)

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Im erstellen meines Konzeptes wurde darauf hingewiesen, dass ein sehr wichtiger Punkt noch nicht genau erläutert wurde.

Was sind „Netkids“ genau? Durch meine Blogeinträge sollte der Begriff bereits verständlich geworden sein.

Eine klare Definition ist allerdings noch nötig. Man spricht auch von anderen Generationen. Z.B. der generation x, Generation @, generationen n… Wieso spricht man meist vom eher

niedlichen Begriff „Netkids“? Ich werde mich in meiner nächsten Arbeitsphase mit diesen Fragen beschäftigen.



Simone sagt:

Vielen Dank für die interessanten Textpassagen, die du in deinem Eintrag aufgeführt hast. Tapscott konnte das vor zehn Jahren wirklich schon sehr genau vorhersagen.
Bezüglich den Spannungen zwischen den Generationen wegen dem neuen Medium Internet, kann ich dir zustimmen. Ich habe diese Erfahrung selbst auch schon gemacht.

Nun möchte ich noch zur Definition „Netkids“ Stellung nehmen. Gibt es überhaupt eine eindeutige Definition für diesen Ausdruck? Denn bei den meisten Wörtern und Ausdrücken im Zusammenhang mit dem Internet, gibt es ja noch keine eindeutigen Definitionen. Die Ausdrücke sind noch viel zu neu und jeder versteht darunter noch etwas anderes. Meistens kann man diese Ausdrücke doch in verschiedenen Zusammenhängen verwenden? Ich könnte mir vorstellen, dass es auch beim Ausdruck „Netkids“ so ist.
Ich habe eine kurze Recherche gemacht, habe allerdings keine Definition von „Netkids“ gefunden.
Ich persönlich verstehe unter „Netkids“ Kinder im Internet. Wenn man bei google nach „Kinder im Internet“ sucht, so kommt man nämlich wieder auf Seiten, bei denen von „Netkids“ gesprochen wird.

Ich bin noch auf zwei Seiten gestossen, die Tipps für Eltern anbieten. Im online Familienhandbuch http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Fachbeitrag/a_Familienforschung/s_1071.html findet man sogar Vorschläge, in welchem Alter Kinder wie lange im Internet bez. am Computer sein sollen. Dies finde ich sehr nützlich. Das ist ein bisschen so wie mit dem Sackgeld, da gibt es auch Richtwerte, in welchem Alter wie viel Taschengeld angemessen ist!
Auf der Seite net consumers http://www.net-consumers.org/deutsch.htm finden Eltern Tipps und Empfehlungen, wie sie die Kinder im Internet schützen können.
Ich denke, dass solche Seiten für Eltern sehr hilfreich sein können.



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