Netkids Weblog











{April 13, 2008}   Fazit

Enders: Ich bin ein Internet-Freak. Ich seh das nicht nur negativ. Das sind die Fakten. Das Internet ist wie ein Schulhof ohne Aufsicht und ohne Regeln. Wir alle können uns vorstellen, was da abgeht. Aber so wie wir Kinder und Jugendliche auf den Straßenverkehr vorbereiten, so müssen wir sie auf das Internet vorbereiten. Wenn wir Kinder zum Spielen auf die Autobahn schicken würden, hätten wir täglich viele tote Kinder – und genau das passiert im Internet.“

(Enders, 2007, unpag.) siehe auch: CiteULike

Ursula Enders bringt mit dieser Aussage die Gefahr der Kinder auf den Punkt. Nur so kann man die Kinder im Internet schützen. Wieso verlassen die Kinder in einer gefährlichen Situation nicht den Chatroom? Warum rufen sie nicht die Eltern? Was veranlasst die Kinder den Aufforderungen von „Bösewichten“ im Internet zu gehorchen? Diese Fragen stellen wir uns und leider kann ich sie nicht beantworten. Ich kann mir vorstellen, dass nicht mal die Kinder Antworten auf diese Fragen hätten.

Eine Mögliche Antwort könnte uns Don Tapscott schreiben indem er meint, dass sich die Generation N die bisherige Kult-Enklave Internet in einen kakophonen Hexenkessel mit Millionen von Benutzern verwandelt.

„[...]Weil sie so zahlreich und geistig noch nicht blockiert sind, schaffen die Jugendlichen damit eine neue Welt, einen Ort, an dem im Gegensatz zum faden, sterilen und einseitigen Informationsfluss der Massenmedien jede Idee, egal, wie bedrohlich sie für die jeweils herrschende Ordnung auch sein mag, eine Stimme erhält[…]“

(Tapscott, 1998, S. 382) siehe auch: CiteULike

Vielleicht lassen sich mit diesem Zitat einige offene Fragen klären. Die Generation N wird auch in unserer Zukunft noch lange ein aktuelles Thema sein. Es wird nie eine Literatur über den perfekten Umgang mit den Netkids geben. Unsere vielen Fragen und Möglichkeiten, die Kinder im Internet zu schützen werden uns nie alle beantwortet werden können.

Die wichtigsten Punkte zum Thema Netkids zusammenfassend sind:

§ Die Netzgeneration ist unabhängig, innovativ, integriert sich des soz. Lebens und besitzt eine freie Meinungsäusserung durch das Internet

§ Netkids sind nicht internetsüchtig sondern sind eher Internetwürmer

§ Zu den Gefahren im Internet zählt man Belästigungen durch Pädokriminelle bis zum zuschicken von kinderpornografischem Bildmaterial

§ Es gibt viele internetrelevante Strafgesetzte

§ Die Cybercrime Convention Europas versucht in Zusammenarbeit mit internationalen Ländern Probleme der verschiedenen Gesetze zu verhindern

§ Checklistenfür Kinder gibt es unzählige

§ Für Eltern und Bezugspersonen von Netkids werden Softwarelösungen, Schulungen etc. angeboten

Liebe Simone, vielen Dank für deine anregenden Kommentare. Deine Fragen und Ergänzungen zum Thema haben mir stets weitergeholfen.



{April 7, 2008}   Wo ist Klaus?

Spot von klicksafe.de

Zielgruppe: Eltern, Kinder

Zum 60-Sekunden-Spot



Der Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung war wirklich ein sehr gutes Beispiel. Wie es in der Zukunft aussehen könnte, weiss ich auch nicht. Ich fände es einen sehr guten Lösungsansatz, dass die Eltern sich mehr und mehr selbst mit dem Internet auseinandersetzten. Den Eltern werden die Gefahren bewusst und sie kommen vielleicht auch dazu diese Gefahren mit ihren Kindern zu diskutieren. Literatur oder relevante Artikel konnte ich hierzu auch nicht ausfindig machen.

In der Diskussion meines Vortrages sind auch noch positive Aussichten ausgedrückt worden. Die Netkids werden durch die Nutzung und die Gefahren im Internet selbstbewusster. Die Netz-Generation ist zwar andauernden Gefahren ausgesetzt jedoch können sie also dadurch auch profitieren. Ein starkes und gesundes Selbstbewusstsein scheint in der heutigen Zeit nötig zu sein.

Die Seite @tractive ist wirklich übersichtlich und ansprechend gestaltet. An dieser Stelle frage ich mich jedoch, ob die Eltern welche sich wirklich nicht mit dem Internet auseinandersetzten überhaupt zu solchen Seiten gelangen?

Ich bin noch auf einen spannend Artikel gestossen namens Jugendschutz & Internet
@ Öffentliche Bibliotheken
. Hier wird wie der Titel schon sagt, der Aspekt Jugendschutz und Internet @ Öffentlichen Bibliotheken näher betrachtet. Die Bibliotheken wollen, dass die Gefahren im Internet für die Kinder nicht überschätzen. Eine „Enquete-Kommission“ ist der Meinung, dass die Kinder nicht rein zufällig auch z.B. Kinderpornografische Seiten stossen. Es sei eine gezielte Suche notwendig.
Es wurden verschiedene Strategien für den Einsatz des Internets in Kinder- und Jugendbibliotheken diskutiert. In den letzten Jahren ist man auf folgende Aussagen gekommen:

  • „Das Festhalten der Haftungsfreiheit der Bibliothek und der Verantwortung der einzelnen Nutzerinnen und Nutzer in der Nutzungsordnung
  • Die Zugangsbeschränkung nach Alter und / oder mit Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten
  • Die zentrale Aufstellung der Rechner, so dass von den Angestellten und anderen Besucherinnen und Besucher der Bibliothek ein sozialer Druck auf die Internet-Nutzerinnen und -Nutzer ausgeübt wird“

Der Einsatz von Filtersofware in Bibliotheken scheint sich nicht bewährleistet zu haben. Auch die Bibliotheken müssen sich in der Zukunft vermehrt mit dem Jugendschutz im Internet näher auseinandersetzten. Das Problem der Gefahren im Internet für die Kinder möchte man jedoch nicht so lösen, dass die Bibliotheken keine PCs mehr zur Verfügung stellen.

(Schuldt, 2005, unpag.)



et cetera